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If TV shoots me, then I’ll shoot TV! (Formatsalon 2.2)April 1

Michael Brynntrup: If TV shoots me, then I’ll shoot TV!
Ein Abend mit dem Videokünstler unmittelbar und medial zersplittert

“Ich begreife experimentellen Film als Selbstreflexion: formal als ‘Metafilm’ (Film über Film) und inhaltlich als ‘persönlichen Film’. Mit der gebotenen Selbstironie begreife ich experimentellen Film als persönliches Engagement. In meinen Arbeiten gehe ich darum immer von meinem persönlichen, überschaubaren, direkten und unmittelbaren Umfeld aus, und komme von dort zu allgemeinen, manchmal sehr abstrakten Themen, Stoffen und Inhalten.” (MB, aus dem Antrag auf Filmförderung zu EKG 1998, zitiert aus dem Flyer zur Berlinale 54, 2004)

Am Abend werden unterschiedliche mediale und unmittelbare Formate bedient: Es werden Fragmente und Filme u.a. „Der Rhein - ein deutsches Märchen“ (12 Min.) und „E.K.G. Expositus - die künstlerischen und die öffentlichen Medien“ (101 Min.) gezeigt und ein Interview und ein Publikumsgespräch mit dem Videokünstler geführt.

E.K.G. Expositus stellt ethische Fragen, die das Bild betreffen. Es geht um die Authentizität der Bilder: Wahrheit/Lüge, und um die Privatsphäre der Bilder: Seelenklau. Und immer geht es auch um die Erwartungshaltungen des Zuschauers.

E.K.G. Expositus - die künstlerischen und die öffentlichen Medien
Das Immanuel-Kant-Krankenhaus in Berlin-Neukölln um Mitternacht. Ein Patient wird gerade eingeliefert. TV-Journalisten sind vor Ort. - Der Anfang einer Geschichte, die sich selbst erzählt. Zu Beginn des Films wird eine dramatische Geschichte suggeriert, die sich im Verlauf des Films zu einer Reflexion über das Geschichtenerzählen selbst entwickelt. Das Filme- und Bildermachen selbst rückt in den Blick. Der Umgang mit Bildern wird auf mehreren medialen Narrationsebenen thematisiert, visualisiert und dokumentiert: von der Entstehung (den Dreharbeiten) bis hin zur TV-Berichterstattung zu just eben diesem Film, den der Zuschauer jetzt und im Original’ live im Kino sieht. - EKG untersucht die Nachhaltigkeit (bzw. Vorläufigkeit) von Erwartungshaltungen in Film und Fernsehen. EKG ist ein dramatischer Film und ein experimentelles Spiel. (MB, aus einem Antrag auf Filmförderung, Januar 2002, zitiert aus dem Flyer zur Berlinale 54, 2004)

Do | 13. April 2006 | Tesla

Dokumentation der Beiträge: comming soon!

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