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Peter Sloterdijk: Lob der AsymmetrieJuly 4

Der unkomprimierbare Raum – Ein Lob der Asymmetrie, Vortrag gehalten in der Akademie der Künste, im Rahmen der Tagung Topos/Raum, 19.11.2004.

Peter SloterdijkPeter Sloterdijk, beheimatet an der Demarkationslinie zwischen (Kunsthochschulen)Philosoph und Philosophendarsteller, denkt über die Raumbildung des Kapitalismus nach. Als jahrelanger Anhänger Bhagwans bricht er naturgemäß eine Lanze für den Vitalismus. Dies steht im fast clownesken Verhältnis zu seiner Erscheinung und der Art seines Vortrags. Es greift zu kurz, hier nur „den Hang des Intellektuellen zum Küchenpersonal“ (Adorno) zu erblicken, sein Vitalismus ist weder Faszination für soziale Realitäten, noch geprägt von erotischer Leidenschaft für das Unvergeistigte und Kraftvoll-Ursprüngliche, sondern er ist der Vitalismus des Fernsehens, ein Phantasma, hervorgerufen durch dramatische Knalleffekte. In seinem offensichtlich weitgehend von ihm selbst verfassten Wikiartikel versteht sich Sloterdijk als Prinz, der 1983 die bundesdeutsche Philosophie mit seinem Werk „Kritik der zynischen Vernunft“ aus dem Dornrösschenschlaf geküsst hat. Da sich Sloterdijk auf seiner Seite, mit der Philosophie selbst in eins setzt, gerät dieser Kuss gleichsam zum Kuss seines Spiegelbildes. Sind seine Globen, Blasen und Schäume am Ende nichts anderes als Wellen auf dem Teich, in denen er (der Philosophendarsteller) sein Spiegelbild (den Philosophen als Phantasma) küsst?


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