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Wozu experimentelle Formate?

Wenn wir davon ausgehen, dass [[Formate]] sowohl Einsichten als auch Blindheiten organisieren, dann kann das experimentieren mit neuen Formate zur Verschiebung der Einsicht und damit zum Sehen der eigenen Blindheit führen.

Da Formate den Sinnrahmen setzen, in dem Signale zu Zeichen für uns werden, ist das Experimentieren mit Formaten das Experimentieren mit Sinnrahmen.

Experimentelle Formate können mit unterschiedlichen Techniken hergestellt werden. Im Hinblick auf die Arbeitsweise unterscheiden wir zwischen drei Möglichkeiten: performative, operative und camouflierende.

Performative Formate entstehen in der Regel dadurch, dass man sich selbst oder andere in eine bestimmte vorher kalkulierte Situation bringt bzw. eine bestimmte Imagination hervorruft.

Operative Formate entstehen durch einen algorithmischen oder aleatorischen Umgang mit der Signaltextur eines betreffenden Mediums.

Camouflierende Formate sind das Ergebnis der Übertragung von Strukuren, Techniken, Semaniken oder stilistischen Eigenarten von einem Format auf ein anderes.

In der Praxis vermischen sich in der Regel [[operative, performative und camouflierende Arbeitsweisen]].

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